.

Aktuelles

Der Befall von landwirtschaftlichen Flächen zum Jahreswechsel 2019/20 ist in den nördlichen Bundesländern massiv. Sehr starke Aktivität wurde v.a. in Grünland und bei pflugloser Bewirtschaftung beobachtet. Im der Mitte und im Süden Deutschlands ist dagegen der Befall vorerst nur regional stark, allerdings steht dadurch eine große Ausgangspopulation für die kommende Reproduktionsperiode bereit.

 

Aus angrenzenden Ländern (Österreich, Niederlande, Tschechien) sowie aus Spanien wurde allerdings von massivem Feldmausbefall im Sommer 2019 und Herbst in unterschiedlichen Kulturen berichtet (https://link.springer.com/article/10.1007/s10340-020-01200-2). Diese Meldungen demonstrieren bereits eine Massenvermehrung der Feldmaus in 2019/20 in weiten Teilen Europas. Davon ist Norddeutschland z.Z. dramatisch betroffen.

 

Zinkphosphid ist als einziger Wirkstoff zur chemischen Feldmausbekämpfung zugelassen (Produktzulassungen bis 30.04.2022). Alle aktuellen Neu- bzw. Wiederzulassungen sind mit neuen bzw. veränderten Auflagen erlassen worden, durch die eine Köderanwendung in vielen Gebieten nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich ist. Das wird zu massiven Einschränkungen beim Schutz von Kulturpflanzen vor Schäden durch Feldmäuse führen, weil je nach Anbautyp kaum oder keine Alternativen verfügbar sind. Ende 2019 wurden die Auflagen in Teilen angepasst und werden nun in den Bundesländern umgesetzt.




  • PDF
.